Biografie

Watershed sind
Watershed 2008

von links nach rechts: James Sunney, Peter Auret, Hylton Brooker, Craig Hinds und Nic Rush


  • Craig Warren Hinds (Gesang, Akustikgitarre, Piano, Mundharmonika): alleiniger Songschreiber und Bandgründer (1998), war früher Lehrer für Englisch, Geschichte und Sport an einer High School in Johannesburg
  • Nic Rush (Gitarre): Bandmitglied seit November 2003, spielte in diversen südafrikanischen Bands wie Black Ice (ab 1996), Libido (2001-2002), NRG, Casual Culture, ...
  • Peter Auret (Schlagzeug)
  • James Sunney (Bass)
  • Hylton Brooker (Keyboards)

Frühere Bandmitglieder

Paul

Sasha

Dino

Lizzie

Tulsa

Hodge

Graham

 

u.a.

  • Paul McIver (Gitarre): Bandmitglied von 1999-2002, früher Gitarrist der Band Allegory, arbeitete danach als Toningenieur in den Farm Studios, Mitglied der Band >Fahrenheit
  • Sasha Sonnbichler (Gitarre): Bandmitglied seit etwa Mai 2003- November 2003, Jazz-Gitarrist, veröffentlichte 2003 seine Solo-CD "Ndaa/Greetings" (nominiert in der Kategorie "Best Contemporary Jazz Album" der South African Music Awards 2003), >ausführlichere Biografie
  • Dino Dente (Keyboards, Gitarre): Bandmitglied von Anfang Juni bis Dezember 2003, spielte auf den Europa-Konzerten Keyboards; absolvierte die Berkley School of Music und das Londoner Konservatorium als klassischer Pianist, gibt als solcher zahlreiche klassische Konzerte in seiner Heimat Italien
  • Elizabeth "Lizzie" Rennie (Geige, Keyboards), Bandmitglied von 2000-2002, zurück in der Band von April 2006 bis Anfang 2007, in Südafrika berühmte Bratschistin, >Kurzbiografie
  • Tulsa Pittaway (Schlagzeug): Bandmitglied von Januar 2000 bis Februar 2007, studierte an der National School of Arts. Er spielt nun in der Band Evolver und hat ein Solo-Album veröffentlicht.
  • Vernon „Hodge“ Hodgetts (Bass-Gitarre): Bandmitglied von 2000 bis Februar 2007, studierte an der Allenby Music School
  • Graham Smith (Keyboards): Bandmitglied von 2003 bis Februar 2007

Band-Geschichte
Craig Warren Hinds, dessen Vater Kevin in den 70ern u.a. in der südafrikanischen Band LeatherBone spielte, interessierte sich zunächst überhaupt nicht für Musik. Er konnte kein Instrument spielen und sang eigentlich nur im Auto. Erst nach seiner Armee-Zeit merkte er, dass die Musik für ihn an Bedeutung gewann. Er brachte sich zunächst Gitarre spielen bei, später auch noch Klavier und Mundharmonika. Mehrere Jahre lang unterrichtete er an der Park Town Boys High School in Johannesburg Englisch, Geschichte und Sport, abends trat er in verschiedenen Pubs und Restaurants auf. Als er anfing, erste Songs zu schreiben, merkte er, dass er es nicht mit halbem Herzen tun durfte und sich zwischen der Musik und seinem Beruf als Lehrer entscheiden musste – er entschied sich für die Musik, ohne zu wissen, ob das funktionierte.

Zusammen mit anderen Musikern nahm er im Frühsommer 1998 unter dem Namen Watershed (= Wasserscheide, Wendepunkt) eine Demo-CD von „Hay Making Time“ auf, die bei der EMI Südafrika auch direkt Interesse weckte. Doch zu den Studioaufnahmen kam es zunächst nicht, da sich die Musiker wegen unterschiedlicher Vorstellungen, wie ihre Musik klingen sollte, wieder trennten. Craig Hinds behielt den Bandnamen bei und machte sich auf die Suche nach neuen Musikern. In den Farm Studios, in denen die CD aufgenommen werden sollte, lernte er seinen neuen Gitarristen Paul McIver kennen, der  früher in der Band "Allegory" spielte und nun dort als Tontechniker arbeitete. Er half Craig bei der Auswahl passender Musiker und der richtigen Instrumentierung seiner Songs.

1999 wurde das Album „In The Meantime“ innerhalb von drei Monaten aufgenommen und in den Abbey Road Studios in London abgemischt. Nach und nach vergrößerte sich die Band, die im Januar 1999 bereits als Supportact der Cranberries bei deren Südafrika-Konzerten auftrat, um Tulsa Pittaway (Schlagzeug), Vernon „Hodge“ Hodgetts (Bassgitarre) und Lizzie Rennie (eigentlich ausgebildete Bratschistin, spielte bei Watershed jedoch Geige und Keyboards).
Watershed veröffentlichten drei Radio-Singles („Shine On Me“, „Angel“ und „In The Meantime“), die auch recht erfolgreich in den Radiostationen liefen. Ihren endgültigen Durchbruch jedoch hatten sie einem Radio-DJ zu verdanken, dem der Song „Indigo Girl“ aus dem Album so gut gefiel, dass er ihn einfach immer wieder spielte, obwohl der Song keine Single war. Da die Reaktion der Hörer darauf so überwältigend war, wurde auch „Indigo Girl“ als Single veröffentlicht, die bis heute nicht mehr aus dem südafrikanischen Radioprogramm wegzudenken ist.
Watershed konnten sich daraufhin u.a. über ausverkaufte größere Tourneen, eine 33-wöchige Platzierung ihres Albums „In The Meantime“ in den Top20-Verkaufscharts, zwei Nominierungen für die South African Music Awards 2000 sowie die zweifache Wahl der Leser der Südafrika-Ausgabe des Lifestyle-Magazins „People“ zur besten südafrikanischen Band des Jahres freuen!

Watershed erlebten im Frühjahr/Sommer 2002 in Deutschland und anderen europäischen Ländern ihren Durchbruch – dies hatten sie wieder einem Radio-DJ und „Indigo Girl“ zu verdanken: Der SWR3-Musikredakteur Gregor Friedel verbrachte Anfang 2002 seinen Urlaub in Südafrika. Dort hörte er im Radio die letzten 30 Sekunden eines Songs, der ihm sehr gut gefiel und ihn die nächsten 5000 km nicht mehr losließ. Doch erst als er das Video zu dem Song im TV sah, erfuhr er, welche Band und welcher Song das waren. Da in SA Songs nur als Radio-Singles veröffentlicht werden, kaufte er sich direkt das Album „In The Meantime“. Zurück in der Heimat spielte er „Indigo Girl“ in der Sendung SWR3 Wildweit – unzählige Anfragen wegen dieses Songs gingen daraufhin bei SWR3 ein, alle wollten dieses wunderschöne Lied! Doch die EMI Deutschland kannte die Band nicht, woraufhin Gregor Friedel ihr eine Kassette schickte. Auch die EMI Deutschland war begeistert und veröffentlichte „Indigo Girl“ in Deutschland. Der Song landete in den Top 10 der Radio-Charts und hielt sich ganze 14 Wochen in den deutschen Verkaufs-Charts!
Am 23.9.2002 spielten Watershed dann zum erstenmal live in Deutschland: die Karten für ihr Konzert beim SWR3 New Pop Festival waren innerhalb von nur einer Stunde ausverkauft!

Am 7.7.2003 erschien nun Watersheds zweites Album „Wrapped In Stone“, das auch wieder von Brian O’Shea produziert wurde. Als Gastmusiker sind hier Melanie Lowe (Finalistin der südafrikanischen „Pop Idols“-Sendung) und Nianell zu hören. Außerdem kamen eine Bläsertruppe sowie ein 14-köpfiges Streichorchester zum Einsatz, was für Craig Hinds einen Höhepunkt seiner bisherigen Karriere darstellte. Zu erleben, wie all diese Musiker seine Songs auf den verschiedenen Instrumenten spielten, war für ihn etwas ganz Besonderes.
In der Besetzung der Band hat sich jedoch auch einiges getan, da Paul McIver und Lizzie Rennie ausstiegen und die Band während der Studioaufnahmen somit zunächst nur noch aus Craig, Tulsa und Hodge als feste Bandmitglieder bestand. Für die Konzerte wurden jedoch wieder neue Mitglieder gewonnen: Sasha Sonnbichler und Dino Dente.
Im November 2003 verließ Sasha Sonnbichler die Band wieder und wurde duch Nic Rush ersetzt, der schon in diversen südafrikanischen Cover-Bands wie Libido, NRG und Casual Culture gespielt hat.

Ihre Live-Qualitäten haben Watershed schon während diverser Festivals, deutscher Club-Touren und zahlreichen Konzerten in ihrer Heimat unter Beweis gestellt.

Das neue Album "Mosaic" von Watershed wurde im August und September 2005 sowohl in Johannesburg als auch in London aufgenommen. Es erschien im Oktober 2005 in Südafrika und am 5. Mai 2006 in Europa. Craig hat im Laufe des letzten Jahres fleißig Songs geschrieben, aber auch mit einigen Songwritern aus Großbritannien zusammengearbeitet. Die bekanntesten düften die beiden Ex-Mitglieder der Rockband James, Saul Davies und Mark Hunter, sein, die an zwei Song mitgewirkt haben - u.a. an der ersten Single "Live Another Day".

Auch dieses Album wurde schon mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, so mit dem South African Music Award (SAMA) 2006 für das beste Pop-Album und außerdem mit dem Crystal Award des Magazins „People“ als beste südafrikanische Band des Jahres. Watersheds zweite Single "Letters" erwies sich als extrem erfolgreich in Südafrika und brach sogar den Rekord der Take40SA-Charts von Highveld Radio mit vier Platzierungen auf Platz 1 hintereinander!
Da verwundert es nicht, dass das Album "Mosaic" in Südafrika mit weit mehr als 25.000 verkauften Exemplaren bereits Gold-Status erreicht hat!

September 2003
letzte Änderung: Juli 2005